Beim Getreideanbau unterscheidet der Landwirt zwischen Arten (z. B. Weizen, Roggen) und Sorten. Die Getreideart Weizen gibt es zum Beispiel in unterschiedlichen genau definierten Sorten mit Namen wie Magnus, Drifter, Ludwig, Tommi und Bussard. Der Landwirt muss entscheiden, welche dieser Sorten am besten in seiner Region gedeihen. Hierbei muss er Kriterien wie Qualität, Ertrag und Widerstandsfähigkeit gewichten, denn keine Getreidepflanze (Sorte) vereint alle Vorzüge in sich. Die richtige Sortenwahl steht also am Anfang und trägt einen großen Anteil am Erfolg und der Qualität des Anbaus.
Der größte Anteil des Brotgetreides wird im konventionellen Anbau erzeugt. Ein Aspekt dieser Anbaumethode ist, die Fruchtbarkeit des Bodens zu erhalten. Beim notwendigen Düngen folgt der Landwirt dem Prinzip „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“. Als Düngemittel werden organische wie mineralische Dünger eingesetzt. Sie gleichen die Nährstoffverluste aus, welche u. a. durch die Ernte entstanden sind. Nährstoffverluste können wissenschaftlich ermittelt werden; zur besseren Kontrolle und zum Schutz des Bodens nimmt der Landwirt deshalb in regelmäßigen Abständen Bodenproben.
Die Landwirtschaft hat über Jahrhunderte unsere Landschaften geformt und fruchtbare Kulturböden geschaffen. Die Landwirte sorgen durch ihre Arbeit für den Erhalt und die Pflege dieser Kulturlandschaften.